Borgholz-Wappen1
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Gelegen in einem idyllischen Waldgebiet finden Sie in der Nähe von Borgholz den Wallfahrtsorte Klus Eddessen. Diese ist ein Besuch wert.


Vor etwa 550 Jahren - genau im Jahr 1447 - ist das Dorf Eddessen während der Soester Fehde zerstört worden. Heute stehen an dem idyllischen Platz im Wald zwischen Borgholz und HaarbrKLUSTAG-Webück nur noch eine Wallfahrtskapelle mit Eremitenklause, der umgebaute Eselstall des lang jährigen Einsiedlers Bruder Ubaldus und ein steinerner Kreuzweg. Seit Jahrhunderten kommen in einem Reigen von Prozessionen, so zu den Festen Kreuzauffindung (Anfang Mai) und Kreuzerhöhung (Mitte September), Pilger nach Eddessen. Ein Bussgang führt am Gründonnerstag Männer zur Klus, das Treffen der Kyffhäuser im September lockt Menschen an, ebenso Wallfahrten der Frauen oder der Dalhauser Klustag.

 


Nach dem Verfall der alten Pfarrkirche ist eine Kapelle gebaut worden, die 1856 erneuert wurde. Von der Zeit der Zerstörung 1447 bis in den 30jährigen Krieg hinein haben nur zeitweise Einsiedler in Eddessen gewohnt. Von 1655 bis 1859 war kein Eremit auf Eddessen. Bruder Ubaldus hat dann von 1859 bis 1915 die Klus bewacht. Er war beliebt beim Volk und kam oft in die Dörfer. Von ihm gibt es das markante Foto, das ihn auf seinem Esel zeigt. Auch in den vergangenen Jahrzehnten liessen sich Eremiten in Eddessen nieder: erinnert sei an Bruder Hermann oder Schwester Eunike.
Kluskapelle_im_Winter

Seit 1972 wird das Allerheiligste in der schön renovierten Kapelle aufbewahrt, und seit Frühjahr 1975 ist die kleine Kirche privaten Pilgern zur stillen Andacht geöffnet. Von grösseren Einbrüchen blieb der stille Ort in den vergangenen Jahren verschont. 1968 und 1973 entwendeten Diebe jedoch eine Madonnenfigur und den Pelikan aus der Kapelle sowie die Hl. Apollonia und den Hl. Nepomuk.

Im September 1994 zog die Benediktinerin Schwester Renate in die malerisch gelegene Klus Eddessen. Mit Erlaubnis ihrer Oberen verliess die Ordensfrau das Kloster in der Steiermark, um in der Einsamkeit und Stille des Waldes zurück gezogen einen Lebensweg des Schweigens zu gehen.

Stein_Eddessen

Schwester Renate verliess aus Altersgründen zum Ende 2008 die Klus Eddessen und ging zurück in ihr Mutterhaus. Seit dem wohnt dort eine Nachfolgerin.


 

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